Mähroboter-Garage: Braucht man eine & welche lohnt sich?
Mähroboter-Garage: Sinnvolles Zubehör oder unnötige Ausgabe?
Dein Mähroboter steht tagein, tagaus draußen – bei Sonne, Regen und Hagel. Da liegt die Frage nahe: Braucht der Rasenroboter eine eigene Garage? Die kurze Antwort: Die meisten Modelle kommen auch ohne Unterstand gut zurecht. Aber es gibt gute Gründe, trotzdem eine anzuschaffen. Wir erklären, wann sich eine Mähroboter-Garage lohnt, welche Varianten es gibt und worauf du beim Kauf achten solltest.
Braucht dein Mähroboter eine Garage?
Mähroboter wie der Husqvarna Automower 305, der GARDENA SILENO city 250 oder der Worx Landroid M500 sind für den Außeneinsatz konzipiert. Gehäuse und Elektronik sind spritzwassergeschützt, und die Ladestationen überstehen normales Wetter problemlos.
Trotzdem gibt es Situationen, in denen eine Garage sinnvoll ist:
- Direkte Sonneneinstrahlung: Dauerhafte UV-Strahlung bleicht das Gehäuse aus und kann Kunststoffteile spröde machen. Eine Garage bietet Schutz.
- Starkregen und Hagel: Während normaler Regen kein Problem ist, schützt eine Garage bei Unwettern vor Hagelschäden und stehendem Wasser auf der Ladestation.
- Laub und Verschmutzung: Im Herbst sammeln sich Blätter und Nadeln auf der Ladestation. Eine Garage hält den Bereich sauber.
- Optik: Eine hübsche Garage wertet den Garten auf und versteckt die Technik optisch.
- Diebstahlschutz: Eine geschlossene Garage macht den Mähroboter weniger sichtbar und damit für Gelegenheitsdiebe weniger attraktiv.
Welche Arten von Mähroboter-Garagen gibt es?
Dach-Garagen (offene Seiten)
Die einfachste Variante: Ein Dach auf vier Stützen oder eine Platte, die über der Ladestation montiert wird. Diese Garagen schützen vor Regen und Sonne, lassen den Mähroboter aber ungehindert ein- und ausfahren.
Vorteile: Günstig, einfache Montage, keine Einschränkung der Mähroboter-Navigation Nachteile: Kein Schutz vor seitlichem Regen, kein Diebstahlschutz
Preis: 30–80 EUR
Garagen mit Einfahrt
Die beliebteste Variante: Ein Gehäuse mit Dach und Seitenwänden, das vorne eine Einfahrtöffnung hat. Der Mähroboter fährt hinein, parkt auf der Ladestation und ist von drei Seiten geschützt.
Vorteile: Guter Wetterschutz, ordentliche Optik, moderate Preise Nachteile: Muss zur Größe des Mähroboters passen, kann bei falscher Platzierung die Navigation stören
Preis: 60–200 EUR
Klappbare Garagen mit Deckel
Einige Modelle bieten einen aufklappbaren Deckel, der die Wartung erleichtert. Du kannst den Deckel öffnen, den Roboter herausnehmen und Messer wechseln oder reinigen, ohne die Garage abbauen zu müssen.
Vorteile: Einfache Wartung, guter Schutz, wertige Optik Nachteile: Teurer, aufwendigere Montage
Preis: 100–300 EUR
DIY: Garage selber bauen
Wer handwerklich geschickt ist, kann eine Mähroboter-Garage auch selbst bauen. Beliebte Materialien sind Holz, Metall oder sogar Pflanzsteine. Im Internet finden sich zahlreiche Bauanleitungen.
Wichtig beim Selbstbau:
- Die Einfahrt muss breit genug sein (mindestens 10 cm Abstand links und rechts)
- Die Höhe muss ausreichen (mindestens 5 cm über dem Mähroboter)
- Der Begrenzungsdraht darf durch die Garage nicht gestört werden
- Metallteile können die Signalübertragung beeinträchtigen – teste die Navigation nach dem Aufbau
Worauf du beim Kauf achten solltest
Kompatibilität und Größe
Miss deinen Mähroboter samt Ladestation genau aus, bevor du eine Garage kaufst. Die Garage muss groß genug sein, damit der Roboter mitsamt Ladekontakten bequem hineinpasst. Auch die Einfahrtsbreite ist wichtig – zu knapp und der Roboter verfängt sich beim Ein- oder Ausfahren.
Einige Hersteller bieten passende Garagen als Original-Zubehör an:
- Husqvarna Automower House – passgenau für alle Automower-Modelle
- GARDENA Garage für Mähroboter – designed für die SILENO-Serie
- Worx Landroid Garage – abgestimmt auf Landroid-Modelle
Original-Zubehör passt natürlich perfekt, ist aber oft teurer als Drittanbieter-Lösungen.
Material und Wetterfestigkeit
- Kunststoff (ABS/Polycarbonat): Leicht, wetterfest, UV-beständig, günstig. Die häufigste Wahl.
- Holz: Optisch schön, muss aber regelmäßig lasiert oder gestrichen werden. Unbehandelt verwittert es schnell.
- Metall: Robust und langlebig, kann aber rosten (sofern nicht beschichtet) und die Navigation des Mähroboters stören.
Belüftung
Eine komplett geschlossene Garage kann im Sommer zum Problem werden. Direkte Sonne heizt das Innere auf, und Feuchtigkeit staut sich. Achte auf ausreichende Belüftungsöffnungen oder eine offene Rückseite.
Befestigung
Die Garage sollte sturmsicher befestigt sein – entweder verschraubt, mit Erdankern oder durch Eigengewicht. Eine leichte Kunststoffgarage, die beim ersten Sturm davonfliegt, schützt nicht nur nichts, sondern kann auch den Mähroboter beschädigen.
Was kostet eine Mähroboter-Garage?
| Typ | Preisbereich | Empfehlung |
|---|---|---|
| Einfaches Dach | 30–80 EUR | Basisschutz für kleines Budget |
| Garage mit Einfahrt | 60–200 EUR | Bestes Preis-Leistungs-Verhältnis |
| Klappbare Garage | 100–300 EUR | Komfort und gute Optik |
| Original-Herstellergarage | 150–400 EUR | Perfekte Passform, Premium-Preis |
| DIY | 20–100 EUR (Material) | Individuell, handwerkliches Geschick nötig |
Fazit
Eine Mähroboter-Garage ist kein Muss, aber ein sinnvolles Zubehör, das die Lebensdauer deines Rasenroboters verlängern kann. Besonders wenn die Ladestation in der prallen Sonne steht oder du in einer Region mit häufigem Starkregen wohnst, lohnt sich die Investition. Für die meisten Gärten ist eine einfache Garage mit Einfahrt für 60–150 EUR die beste Wahl – sie bietet guten Schutz, sieht ordentlich aus und ist in wenigen Minuten montiert.