Mähroboter Finder

Mähroboter winterfest machen: Einlagern & Pflege im Herbst

Von Redaktion ·

Mähroboter winterfest machen: So überwintert dein Rasenroboter richtig

Wenn im Herbst die Temperaturen dauerhaft unter 10 °C fallen und der Rasen kaum noch wächst, ist es Zeit, den Mähroboter in die Winterpause zu schicken. Richtiges Einlagern schützt den Akku, verlängert die Lebensdauer und sorgt dafür, dass dein Roboter im Frühling wieder sofort einsatzbereit ist. Wir zeigen dir Schritt für Schritt, wie du deinen Mähroboter winterfest machst.

Wann solltest du den Mähroboter einlagern?

Der richtige Zeitpunkt hängt vom Wetter ab, nicht vom Kalender. Als Faustregel gilt: Wenn der Rasen nicht mehr sichtbar wächst und die Nachttemperaturen regelmäßig unter 5 °C fallen, ist es soweit. In den meisten Regionen Deutschlands ist das zwischen Mitte Oktober und Anfang November.

Wichtig: Lass den Mähroboter nicht bei Frost draußen stehen. Lithium-Ionen-Akkus vertragen keine Minusgrade – die Kapazität sinkt dauerhaft und im schlimmsten Fall nimmt der Akku Schaden.

Schritt 1: Gründliche Reinigung

Bevor der Mähroboter ins Winterlager kommt, solltest du ihn gründlich reinigen. Über die Saison sammeln sich Grasreste, Erde und Feuchtigkeit an, die über den Winter zu Korrosion führen können.

So gehst du vor:

  1. Gehäuse reinigen: Wische das Gehäuse mit einem feuchten Tuch ab. Verwende kein fließendes Wasser und schon gar keinen Hochdruckreiniger – die Elektronik ist nicht dafür ausgelegt.
  2. Unterseite säubern: Drehe den Roboter um (vorher ausschalten!) und entferne Grasreste mit einer Bürste oder einem Holzspatel. Besonders um die Messer und Räder sammelt sich viel Material an.
  3. Räder prüfen: Entferne festsitzenden Schmutz aus dem Radprofil. Prüfe, ob die Räder noch gut greifen oder ob das Profil abgenutzt ist.
  4. Ladekontakte reinigen: Säubere die Ladekontakte am Roboter und an der Ladestation mit einem trockenen Tuch. Oxidierte Kontakte können im Frühling Ladeprobleme verursachen.

Schritt 2: Messer prüfen und wechseln

Der Herbst ist der ideale Zeitpunkt, um die Messer zu kontrollieren. Nach einer ganzen Saison sind sie oft stumpf oder beschädigt.

  • Bei Drehklingen (z. B. beim Worx Landroid M500): Prüfe, ob die kleinen Klingen noch scharf sind und keine Kerben haben. Im Zweifel alle drei Klingen austauschen – ein Set kostet nur wenige Euro.
  • Bei feststehenden Messern (z. B. bei Husqvarna-Modellen): Prüfe die Schneide auf Abnutzung und Beschädigungen. Ein Messerwechsel vor dem Einlagern sorgt dafür, dass der Roboter im Frühling sofort mit scharfen Klingen starten kann.

Schritt 3: Akku richtig überwintern

Der Akku ist das teuerste Verschleißteil deines Mähroboters. Richtige Überwinterung kann die Lebensdauer deutlich verlängern.

Die wichtigsten Regeln:

  • Ladestand: Lagere den Akku mit einem Ladestand von etwa 50–75 %. Hersteller wie Husqvarna und GARDENA empfehlen ausdrücklich, den Akku weder voll geladen noch komplett entladen einzulagern.
  • Temperatur: Ideal ist ein frostfreier Raum mit Temperaturen zwischen 5 und 20 °C. Garage, Keller oder Abstellraum sind perfekt. Nicht im Freien oder in einem unbeheizten Schuppen überwintern.
  • Nachladen: Bei Lithium-Ionen-Akkus ist die Selbstentladung gering. Trotzdem empfiehlt es sich, den Ladestand einmal im Winter zu überprüfen und bei Bedarf kurz nachzuladen.

Manche Modelle wie der Husqvarna Automower 305 verfügen über ein intelligentes Lademanagement, das den Akku auch während der Winterpause automatisch pflegt, wenn der Roboter an der Ladestation angeschlossen bleibt. Lies dazu die Bedienungsanleitung deines Modells.

Schritt 4: Ladestation und Begrenzungsdraht

Ladestation abbauen oder stehen lassen?

Hier gehen die Meinungen auseinander. Die meisten Hersteller empfehlen, die Ladestation über den Winter draußen stehen zu lassen und nur vom Strom zu trennen. Die Stationen sind wetterfest und der Auf- und Abbau ist unnötiger Aufwand.

Wenn du die Station dennoch abbauen möchtest – etwa weil du den Bereich anderweitig nutzen willst – lagere sie trocken und geschützt.

Begrenzungsdraht

Den Begrenzungsdraht musst du nicht entfernen. Er kann problemlos im Boden oder auf dem Rasen überwintern. Achte lediglich darauf, dass er an keiner Stelle beschädigt ist, und markiere dir eventuelle Reparaturstellen für das Frühjahr.

Schritt 5: Software-Update und Einstellungen

Bevor du den Mähroboter einlagerst, prüfe in der App oder am Gerät, ob Software-Updates verfügbar sind. Modelle wie der GARDENA SILENO city 250 oder der Worx Landroid M500 erhalten regelmäßig Firmware-Updates. Ein Update vor dem Winter spart dir im Frühling Zeit.

Notiere dir außerdem deine aktuellen Mäheinstellungen (Schnitthöhe, Zeitplan, Zonen) – bei manchen Modellen gehen diese Einstellungen verloren, wenn der Akku komplett entladen wird.

Checkliste: Mähroboter einwintern

  • Letzte Mähfahrt abgeschlossen
  • Gehäuse und Unterseite gründlich gereinigt
  • Messer geprüft und bei Bedarf gewechselt
  • Akku auf 50–75 % geladen
  • Ladestation vom Strom getrennt
  • Begrenzungsdraht auf Beschädigungen geprüft
  • Software-Update durchgeführt
  • Mähroboter frostfrei und trocken gelagert

Fazit

Das Einwintern eines Mähroboters ist kein Hexenwerk und in 30 bis 60 Minuten erledigt. Die wichtigsten Punkte sind eine gründliche Reinigung, die richtige Akku-Pflege und ein frostfreier Lagerort. Wer diese Schritte beherzigt, wird im Frühling mit einem sofort einsatzbereiten Mähroboter belohnt – und verlängert nebenbei die Lebensdauer seines Geräts um Jahre.