Mähroboter bei Stiftung Warentest 2026: Ergebnisse im Überblick
Kurz & Knapp: Stiftung Warentest hat für die Ausgabe 04/2026 insgesamt 14 Mähroboter bewertet — 8 neue kabellose Modelle plus 6 kabelgebundene aus dem Vortest. Das ernüchternde Ergebnis: Nur 2 Geräte erhielten die Note “gut”: der Ecovacs Goat O800 RTK (2,4) als Sieger und der Mova 600 (2,5) als Preistipp. Größter Schwachpunkt im Testfeld: die Sicherheit — die Igel-Attrappe erkannte nur ein einziges Gerät zuverlässig.
Was hat Stiftung Warentest geprüft?
Die Stiftung Warentest hat im Frühjahr 2026 (Ausgabe 04/2026) den bislang größten deutschen Mähroboter-Vergleichstest veröffentlicht. Im Fokus standen erstmals 8 kabellose Modelle der neuen Generation — also Geräte, die ohne Begrenzungsdraht per Kamera, LiDAR oder RTK-Satellitennavigation arbeiten. Dazu kommen 6 kabelgebundene Geräte, deren Ergebnisse aus dem Test 04/2024 übernommen wurden.
Die neuen kabellosen Kandidaten:
- Anker Eufy E15
- Anthbot Genie 600
- Mova 600
- Ecovacs Goat O800 RTK
- Einhell Freelexo Cam Plus 600
- Husqvarna Automower 305E Nera
- Mammotion Yuka Mini 600
- Worx Landroid WR208E
Die Preisspanne im Testfeld reichte von rund 290 bis 1.700 Euro. Bewertet wurde nach diesem Schlüssel:
| Prüfkriterium | Gewichtung |
|---|---|
| Navigation | 45 % |
| Handhabung | 25 % |
| Mähen | 15 % |
| Sicherheit | 5 % |
| Umwelteigenschaften | 5 % |
| Datenschutz | 5 % |
Auffällig: Die Navigation macht fast die Hälfte der Gesamtnote aus. Das erklärt, warum in diesem Durchgang so viele Geräte abgestraft wurden — die kabellose Navigation ist der Punkt, an dem die neue Gerätegeneration noch am häufigsten patzt.
Das Ergebnis: nur 2 von 14 “gut”
Das Gesamtbild fiel deutlich kritischer aus als in früheren Jahren. Nur zwei Geräte erreichten die Note “gut”:
Der Sieger: Ecovacs Goat O800 RTK — Note 2,4. Laut test.de überzeugte das Gerät beim Mähergebnis, bei der Navigation und bei der Handhabung. Es kombiniert LiDAR-gestützte RTK-Positionierung mit einer KI-Kamera und kartiert den Garten vollautomatisch. Bemerkenswert: Mit einem Straßenpreis unter 700 Euro ist der Sieger zugleich eines der günstigeren Geräte im Feld — Spitzenplatz und Spitzenpreis schließen sich 2026 nicht mehr aus. Schwächen sah die Stiftung beim Datenschutz (Basisschutz persönlicher Daten) und bei den Umwelteigenschaften.
Der Preistipp: Mova 600 — Note 2,5. Die Dreame-Zweitmarke lieferte für deutlich unter 600 Euro eine zuverlässige Vorstellung ab: gute Navigation per LiDAR, solides Mähbild, einfache Einrichtung. Wer eine kleine bis mittlere Rasenfläche hat und aufs Budget achtet, bekommt hier laut den Testern das beste Preis-Leistungs-Verhältnis.
Alle übrigen zwölf Geräte landeten bei “befriedigend” oder schlechter. Die vollständige Notentabelle mit allen Einzelergebnissen gibt es kostenpflichtig bei test.de.
Der Igel-Test: ein Weckruf für die Branche
Der für viele Gartenbesitzer wichtigste Teil des Tests war die Sicherheitsprüfung. Die Tester schickten die Roboter unter anderem auf realistische Igel-Attrappen zu — nachts, wenn echte Igel unterwegs sind, und in verschiedenen Positionen.
Das Ergebnis ist ernüchternd: Nur der Ecovacs Goat O800 RTK erkannte die Igel-Attrappe zuverlässig und wich aus. Alle anderen Geräte im Feld versagten bei diesem Prüfpunkt teils vollständig — trotz KI-Kameras und Hinderniserkennung, mit denen die Hersteller werben.
Für die Praxis heißt das: Verlass dich nicht allein auf die Elektronik. Die wichtigsten Schutzmaßnahmen bleiben ein konsequentes Nachtfahrverbot im Mähplan und regelmäßige Kontrolle des Gartens. Ausführlich behandeln wir das Thema in unserem Ratgeber zum Igelschutz und Nachtfahrverbot. Auch die generelle Sicherheit für Kinder und Haustiere haben wir separat beleuchtet.
Datenschutz: das unterschätzte Kriterium
Neu ist, dass die Stiftung Warentest den Datenschutz als eigenes Kriterium bewertet. Kabellose Mähroboter mit Kamera und App-Anbindung senden zwangsläufig Daten — Kartendaten des eigenen Gartens, teils Kamerabilder, Standortdaten. Selbst der Sieger kassierte hier Kritik am Basisschutz persönlicher Daten.
Wer das Thema ernst nimmt, findet in unserem Beitrag zu Apps und Smart-Home-Anbindung Hinweise, welche Geräte auch offline funktionieren und welche App-Berechtigungen wirklich nötig sind.
Einordnung: Was bedeutet der Test für deinen Kauf?
So wertvoll der Test als unabhängige Orientierung ist — er bildet nur einen Ausschnitt des Marktes ab. Drei Punkte solltest du bei der Übertragung auf deinen Garten beachten:
1. Das Testfeld deckt nur kleine bis mittlere Gärten ab. Alle geprüften kabellosen Geräte sind für Flächen bis etwa 800 m² ausgelegt. Premium-Geräte für große Grundstücke — etwa Allrad-Modelle mit 40 cm Schnittbreite für 2.000 bis 3.500 m² — waren gar nicht vertreten. Für große Flächen findest du unsere Übersicht unter Mähroboter für große Gärten.
2. Steile Hänge sind ein eigenes Thema. Der Sieger schafft 45 % Steigung — ordentlich, aber für echte Hanggrundstücke zu wenig. Was auf über 50 % Steigung funktioniert, behandeln wir im Beitrag zu Mährobotern für Steigung und unebenes Gelände.
3. Ein Test ist eine Momentaufnahme. Die Gerätegeneration entwickelt sich derzeit im Halbjahrestakt weiter. Modelle, die nach Redaktionsschluss erschienen sind — etwa die neuen Allrad-Flaggschiffe von Mammotion, Dreame und Mova — konnten naturgemäß nicht berücksichtigt werden. Einen laufend aktualisierten Überblick über die Technik dahinter gibt unser LiDAR-Technologie-Guide.
Preise und Verfügbarkeit
Mehrere der oben genannten Geräte führen wir mit verifizierten Daten und tagesaktuellen Preisen in unserer Produktdatenbank. Dort findest du Spezifikationen, Stärken und Schwächen im Detail:
- Ecovacs Goat O800 RTK — kompaktes Gerät für bis zu 800 m² mit RTK+Vision-Navigation
- Mova 600 Mähroboter — LiDAR-Einsteiger für kleine und mittlere Gärten
- Eufy E15 Mähroboter — Kamera-Navigation mit starker App
- ANTHBOT Genie 600 — günstiger LiDAR-Kandidat
- Bosch Indego M 700 — bewährtes Modell mit Begrenzungsdraht
Für alle, die einen breiteren Marktüberblick wollen: Unser großer Mähroboter-Vergleich 2026 deckt auch Geräteklassen ab, die im Testfeld fehlten — vom Budget-Modell bis zum Allrad-Flaggschiff.
Fazit
Der Durchgang 2026 ist ein Realitätscheck für die Branche: Die kabellose Navigation ist alltagstauglich geworden, aber längst nicht jedes Gerät hält, was das Datenblatt verspricht. Dass nur 2 von 14 Geräten “gut” abschneiden — und ausgerechnet die Tiersicherheit fast flächendeckend durchfällt — zeigt, wie groß die Qualitätsunterschiede sind.
Die gute Nachricht: Beide “gut” bewerteten Geräte sind mit Straßenpreisen unter 700 Euro erschwinglich. Wer einen kleinen bis mittleren Garten ohne extreme Steigungen hat, macht mit ihnen wenig falsch. Für alle anderen Gärten gilt: Fläche, Steigung und Engstellen bestimmen die Geräteklasse — nicht die Schlagzeile.
Erwähnte Produkte
Ecovacs
Ecovacs Goat O800 RTK
Am besten für: Gesamtempfehlung
Kabelloser Mähroboter für bis zu 800 m² mit LiDAR-gestützter RTK+Vision-Navigation und vollautomatischer Kartierung. Nur 40 cm breit — passiert Engstellen ab 0,7 m und mäht mit 2 cm Positionsgenauigkeit.
- ✓ Präzise RTK+Vision-Navigation mit 3D-ToF-LiDAR (2 cm genau)
- ✓ Vollautomatische Kartierung ohne Begrenzungskabel
- ✓ Kompakt (40 cm breit) — passiert Engstellen ab 0,7 m
- ✗ Schmale Schnittbreite (22 cm) — längere Mähzeiten
- ✗ Steigungen nur bis 45 % — nicht für steile Hänge
- ✗ RTK-Empfang braucht möglichst freie Sicht zum Himmel
Preis vom 17.07.2026
Mova
Mova 600 Mähroboter
Am besten für: Bester Budget-Einstieg
Kabelloser Mähroboter ohne Begrenzungsdraht für Flächen bis 600 m², mit 360° 3D-LiDAR-Navigation, smarter Hindernisvermeidung und U-Cut-Klingen. Mova ist eine Submarke von Dreame.
- ✓ 360° 3D-LiDAR für kabellose Navigation – kein Begrenzungsdraht nötig
- ✓ Smarte Hindernisvermeidung umfährt Spielzeug, Beete und Tiere
- ✓ U-Cut-Klingen für ein gleichmäßiges Schnittbild
- ✗ Kein RTK – bei stark verwinkelten Flächen weniger präzise
- ✗ Auf Gärten bis 600 m² begrenzt
- ✗ Neues Modell, kaum Langzeiterfahrung vorhanden
Preis vom 03.07.2026
Eufy
Eufy E15 Mähroboter
Am besten für: Gesamtempfehlung
Kabelloser Mähroboter ohne Begrenzungsdraht für Flächen bis 800 m², navigiert per TrueVision mit zwei Frontkameras und KI – ganz ohne RTK. Mit Präzisions-Kantenschnitt und laut Hersteller igelsicherem Fahrverhalten.
- ✓ TrueVision mit 2 Frontkameras und KI navigiert kabellos – kein RTK und kein Draht nötig
- ✓ Präzisions-Kantenschnitt für saubere Ränder
- ✓ Igelsicheres Fahrverhalten (laut Hersteller) schützt Wildtiere
- ✗ Kein RTK – bei stark verwinkelten Gärten weniger präzise
- ✗ Auf Flächen bis 800 m² ausgelegt
- ✗ Neues Modell, Langzeiterfahrung noch gering
Preis vom 17.07.2026
ANTHBOT
ANTHBOT Genie 600
Kabelloser RTK-Mähroboter für Gärten bis 600 m². GPS-Navigation ohne Begrenzungsdraht, App-Steuerung und automatische Zeitplanung.
- ✓ RTK-GPS Navigation — kein Draht nötig
- ✓ Guter Preis für kabellose Technologie
- ✓ Multi-Zone Unterstützung
- ✗ Neue Marke mit begrenzter Erfahrung
- ✗ RTK-Signal kann in bebauten Gebieten schwanken
- ✗ Begrenzte Flächenleistung
Preis vom 08.04.2026
Bosch
Bosch Indego M 700
Mittelklasse-Mähroboter für Gärten bis 700 m² mit LogiCut-Intelligenz und Smart-App-Steuerung. Effizientes paralleles Mähmuster für saubere Ergebnisse.
- ✓ LogiCut für effizientes Mähmuster
- ✓ Bosch-Ökosystem (Smart App)
- ✓ Gute Flächenleistung für den Preis
- ✗ Begrenzungsdraht erforderlich
- ✗ Kein Kabellos-Modell
- ✗ App könnte intuitiver sein
Häufig gestellte Fragen
Welcher Mähroboter ist Sieger bei Stiftung Warentest 2026?
In der Ausgabe 04/2026 von test hat der Ecovacs Goat O800 RTK mit der Note "gut" (2,4) am besten abgeschnitten. Er überzeugte laut Stiftung Warentest beim Mähen, bei der Navigation und als einziges Gerät bei der Erkennung einer Igel-Attrappe.
Wie viele Mähroboter haben bei Stiftung Warentest "gut" abgeschnitten?
Nur 2 von 14 geprüften Mährobotern erhielten die Note "gut": der Ecovacs Goat O800 RTK (2,4) als Sieger und der Mova 600 (2,5) als Preistipp. Alle übrigen Modelle schnitten schlechter ab — häufigster Grund waren Schwächen bei Sicherheit und Navigation.
Hat Stiftung Warentest auch Mähroboter mit Begrenzungsdraht geprüft?
Ja. Von den 14 bewerteten Geräten sind 8 kabellose Modelle neu in Ausgabe 04/2026 geprüft worden, 6 kabelgebundene Modelle wurden aus dem Test 04/2024 übernommen. Das Fazit: Kabellose Systeme sind nicht automatisch besser, aber deutlich einfacher zu installieren.
Wie lief der Igel-Test bei Stiftung Warentest ab?
Die Tester ließen die Mähroboter auf realistische Igel-Attrappen zufahren. Nur der Ecovacs Goat O800 RTK erkannte die Attrappe zuverlässig und wich aus — alle anderen Geräte fielen bei diesem Prüfpunkt durch. Wer Igel im Garten hat, sollte zusätzlich auf Nachtfahrverbote im Gerät achten.
Ist der Sieger von Stiftung Warentest automatisch der richtige Mähroboter für mich?
Nicht unbedingt. Der Ecovacs Goat O800 RTK ist für Flächen bis 800 m² und Steigungen bis 45 % ausgelegt. Für große Grundstücke über 1.000 m² oder steile Hanglagen brauchst du andere Geräteklassen, die im aktuellen Testfeld gar nicht vertreten waren — etwa Allrad-Modelle.
Wo kann ich den vollständigen Test nachlesen?
Der vollständige Testbericht mit allen Einzelnoten ist kostenpflichtig auf test.de abrufbar (Ausgabe 04/2026). Dort findest du auch die detaillierten Ergebnisse zu Navigation, Handhabung, Sicherheit und Datenschutz jedes einzelnen Geräts.
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