Ecovacs GOAT A1600 LiDAR Pro vs. A3000 LiDAR: Welcher lohnt sich?
Zwei GOATs, eine Grundsatzfrage: Trimmer oder Fläche?
Ecovacs hat sein GOAT-Lineup 2026 kräftig ausgebaut — und zwei Modelle sorgen dabei regelmäßig für Verwirrung: der Ecovacs GOAT A1600 LiDAR Pro Mähroboter und der Ecovacs GOAT A3000 LiDAR Mähroboter. Beide navigieren kabellos per Dual-LiDAR, beide mähen mit zwei Messertellern und 330 mm Schnittbreite, beide schaffen 50 % Steigung. Trotzdem sind es sehr unterschiedliche Geräte.
Die Kurzfassung: Der A1600 LiDAR Pro ist der Kantenspezialist mit seitlichem TruEdge-Fadentrimmer für Gärten bis 1.600 m². Der A3000 LiDAR ist der Flächenarbeiter für bis zu 3.000 m² — ohne physischen Trimmer, dafür mit größerem Akku und 45-Minuten-Schnellladung.
Genau hier lauert die größte Stolperfalle beim Kauf — deshalb zuerst die Namensfrage.
Achtung, Namensfalle: TruEdge ist nicht gleich TruEdge
Ecovacs verwendet den Begriff „TruEdge” für zwei verschiedene Dinge:
- Bei den Pro-Modellen (A1600 LiDAR Pro, O1200 LiDAR Pro, A3000 LiDAR Pro) steckt ein echter, seitlich montierter Fadentrimmer im Gehäuse. Der Roboter fährt markierte Kanten ab, senkt den Trimmer ab und schneidet den Streifen, den die Messerteller nicht erreichen — etwa an Mauern, Zäunen oder Beeteinfassungen.
- Beim A3000 LiDAR (ohne Pro) bezeichnet TruEdge nur das präzise Kantenmähen: Dank 3D-ToF-LiDAR und KI-Kamera fährt er bis etwa 5 cm an erkannte Hindernisse heran. Das ist besser als bei vielen Konkurrenten — aber der letzte Grasstreifen an der Mauer bleibt Handarbeit.
Wenn du also wegen des Kantentrimmers zu Ecovacs greifst: Der A3000 LiDAR hat ihn nicht. Welche Modelle am Markt echten Kantenschnitt bieten, haben wir im großen Kantenschnitt-Vergleich aufgeschlüsselt.
Direkter Vergleich: Die wichtigsten Daten
| Merkmal | GOAT A1600 LiDAR Pro | GOAT A3000 LiDAR |
|---|---|---|
| Fläche (max.) | 1.600 m² | 3.000 m² |
| TruEdge-Kantentrimmer | Ja, seitlicher Fadentrimmer | Nein, nur Kantenmähen bis ca. 5 cm |
| Navigation | Dual-LiDAR + KI-Kamera, kabellos | Dual-LiDAR + KI-Kamera, kabellos |
| RTK-Antenne nötig | Nein | Nein |
| Schneidsystem | 2 Messerteller, 330 mm | 2 Messerteller, 330 mm |
| Flächenleistung | ca. 400 m²/h | ca. 400 m²/h |
| Akku | 3.000 mAh (96 Wh) | 5.000 mAh |
| Ladezeit | ca. 50 min | ca. 45 min |
| Max. Steigung | 50 % (27°) | 50 % (27°) |
| Schnitthöhe | 3–9 cm, elektrisch per App | 3–9 cm, elektrisch per App |
| Lautstärke | 62 dB(A), mit Trimmer ca. 82 dB(A) | 62 dB(A) |
| Gewicht | ca. 17,8 kg | ca. 16,4 kg |
| UVP | 1.499 € | 1.999 € |
Spezifikationen laut Herstellerangaben; Abweichungen je nach Firmware und Variante möglich.
Entscheidungsachse 1: Der TruEdge-Trimmer
Der ausfahrbare Fadentrimmer des A1600 LiDAR Pro ist das Alleinstellungsmerkmal dieser Geräteklasse. Kein anderes Navigationskonzept am Markt nimmt dir so viel Kanten-Nacharbeit ab: Du markierst die Kanten in der App, der Roboter fährt sie gezielt ab und trimmt auf fester Höhe von etwa 6 cm.
Die Fachpresse hat sich das genauer angesehen: inside-digital kommt in seinem Testbericht zum A1600 LiDAR Pro zum Schluss, dass Ecovacs damit das lästigste Mähroboter-Problem — die Rasenkante — weitgehend gelöst hat. Smart Home Fox und testen-mit-kopf.de relativieren nach ihren Tests etwas: Vereinzelt bleiben Grashalme an der Kante stehen, und an manchen Grenzverläufen verliert der Trimmer zeitweise den Kontakt zur Kante. Der gemeinsame Nenner der Tester: perfekt ist das Ergebnis nicht, aber weniger manuelle Kantenarbeit verlangt derzeit kein anderer Mähroboter.
Zwei Dinge solltest du einplanen:
- Lautstärke: Mit laufendem Trimmer steigt der Pegel von 62 auf rund 82 dB(A) — das ist Fadentrimmer-Niveau und deutlich mehr als normales Roboter-Mähen. In Wohngebieten gehört der Trimmer-Einsatz nicht in die Mittags- oder Abendruhe; die Details dazu findest du in unserem Ratgeber zu Lautstärke und Ruhezeiten.
- Verschleiß: Ein Fadentrimmer ist ein Verschleißteil — Faden und Trimmereinheit wollen gepflegt werden, das ist ein Wartungspunkt mehr als beim A3000.
Entscheidungsachse 2: Fläche und Akku
Beim Flächen-Duell dreht der A3000 LiDAR den Spieß um:
- Fläche: 3.000 m² gegen 1.600 m² — der A3000 deckt fast die doppelte Rasenfläche ab. Für große Grundstücke ist der A1600 schlicht nicht ausgelegt.
- Akku: 5.000 mAh gegen 3.000 mAh. Beide laden schnell (45 bzw. 50 Minuten), aber der A3000 mäht pro Ladung länger durch — laut Ecovacs schafft er 500 m² in nur 2 Stunden inklusive Nachladen.
- Tempo: Bei der reinen Flächenleistung nehmen sich beide nichts (ca. 400 m²/h) — der Unterschied liegt in der Ausdauer, nicht in der Geschwindigkeit.
Faustregel: Bis etwa 1.200–1.400 m² real gemähter Fläche bist du mit dem A1600 LiDAR Pro gut bedient. Darüber führt am A3000 (oder einem anderen Großflächen-Modell) kein Weg vorbei — Herstellerangaben zur Maximalfläche solltest du nie voll ausreizen.
Navigation: Gleichstand auf hohem Niveau
Hier gibt es keinen Gewinner, und das ist eine gute Nachricht: Beide GOATs nutzen das gleiche Navigationsprinzip — ein 360°-LiDAR auf dem Gerät erstellt eine 3D-Karte, ein nach vorn gerichteter 3D-ToF-LiDAR plus KI-Kamera erkennt Hindernisse (laut Ecovacs über 200 Objektarten). Begrenzungsdraht und RTK-Antenne entfallen komplett, und anders als RTK-Systeme funktioniert LiDAR auch unter dichten Baumkronen oder direkt an der Hauswand zuverlässig.
Wie sich LiDAR-Navigation von RTK- und Kamera-Systemen unterscheidet und wo ihre Grenzen liegen, erklären wir ausführlich im Ratgeber zur LiDAR-Technologie bei Mährobotern.
Preis und Verfügbarkeit (Stand: Juli 2026)
- Der Ecovacs GOAT A3000 LiDAR Mähroboter ist aktuell für 1.999 € direkt über den Ecovacs-Store auf Amazon lieferbar.
- Der Ecovacs GOAT A1600 LiDAR Pro Mähroboter (UVP 1.499 €) ist bei Amazon derzeit immer wieder ausverkauft — ein Blick auf Verfügbarkeit und Alternativen lohnt sich vor der Entscheidung.
- Wer beides will — Trimmer und 3.000 m² — landet beim A3000 LiDAR Pro (UVP 2.299 €, mit 7.500-mAh-Akku), den Ecovacs oberhalb der beiden hier verglichenen Modelle positioniert.
Und wenn dein Garten kleiner ist und das Budget knapper: Der ECOVACS GOAT O1200 LiDAR Pro bringt denselben TruEdge-Trimmer wie der A1600 mit, ist für bis zu 1.200 m² ausgelegt und kostet unter 1.000 €.
Fazit: Welcher GOAT passt zu dir?
Nimm den A1600 LiDAR Pro, wenn …
- dein Garten maximal ca. 1.400 m² groß ist,
- du Rasenkanten an Mauern, Zäunen oder Beeten hast und die Nacharbeit per Hand loswerden willst,
- dich 82 dB(A) während der Trimmer-Läufe (außerhalb der Ruhezeiten) nicht stören.
Nimm den A3000 LiDAR, wenn …
- deine Fläche zwischen 1.500 und 3.000 m² liegt,
- deine Rasenkanten überfahrbar sind (Rasenkantensteine!) oder du ohnehin gelegentlich zum Trimmer greifst,
- du den größeren Akku mit 45-Minuten-Ladung für lange Mähfenster brauchst.
Der Klassiker unter den Fehlkäufen ist der umgekehrte Weg: den A3000 wegen „TruEdge” kaufen und sich dann über den fehlenden Trimmer ärgern. Wenn der Kantenschnitt dein Hauptargument ist, führt bei Ecovacs kein Weg an einem Pro-Modell vorbei.
Weiterführende Ressourcen
Erwähnte Produkte
Ecovacs
Ecovacs GOAT A3000 LiDAR Mähroboter
Am besten für: Premium-Wahl
Kabelloser Mähroboter für große Flächen bis 3.000 m² mit Dual-LiDAR-Navigation und KI-Kamera. Zwei Messerteller mit 330 mm Schnittbreite, 5-Ah-Akku mit 45-Minuten-Schnellladung und präzisem Kantenmähen bis 5 cm an den Rand.
- ✓ Dual-LiDAR plus KI-Kamera navigiert kabellos und ohne RTK-Antenne — auch unter Bäumen und Dachvorsprüngen
- ✓ Große Flächenabdeckung bis 3.000 m² mit rund 400 m² pro Stunde
- ✓ 45-Minuten-Schnellladung minimiert Standzeiten bei großen Gärten
- ✗ Kein physischer TruEdge-Trimmer wie bei den Pro-Modellen — Rasenkanten an Mauern bleiben Handarbeit
- ✗ Hoher Anschaffungspreis im Premium-Segment
- ✗ Groß und schwer (ca. 16 kg) — braucht Platz für die Ladestation
Preis vom 03.07.2026
ECOVACS
ECOVACS GOAT O1200 LiDAR Pro
Am besten für: Bestes Preis-Leistungs-Verhältnis
Mähroboter ohne Begrenzungskabel mit 360° Dual-LiDAR-Navigation und KI-Kamera für Rasenflächen bis 1.200 m². Trimmt dank TruEdge-Funktion auch Kanten präzise nach und bietet automatische Kartierung per App.
- ✓ Kein Begrenzungskabel nötig – Dual-LiDAR-Navigation mit KI-Kamera
- ✓ TruEdge-Kantentrimmer reduziert die Nacharbeit am Rand deutlich
- ✓ Großzügige Flächenleistung bis 1.200 m²
- ✗ Hindernisse über 3 cm Höhe (z. B. Beetkanten) werden nicht überwunden
- ✗ Kantentrimmer verliert an Grenzen zeitweise den Kontakt zur Kante
- ✗ Durchschnittliche Mähgeschwindigkeit, typisch für diese Klasse
Häufig gestellte Fragen
Hat der Ecovacs GOAT A3000 LiDAR einen Kantentrimmer?
Nein. Der GOAT A3000 LiDAR (ohne Pro-Zusatz) hat keinen physischen TruEdge-Trimmer. Seine TruEdge-Technologie bedeutet hier nur, dass er dank 3D-ToF-LiDAR und KI-Kamera bis etwa 5 cm an Hindernisse heranmäht. Einen ausfahrbaren Fadentrimmer gibt es nur bei den Pro-Modellen wie dem A1600 LiDAR Pro, O1200 LiDAR Pro und A3000 LiDAR Pro.
Was ist der wichtigste Unterschied zwischen A1600 LiDAR Pro und A3000 LiDAR?
Der A1600 LiDAR Pro bringt den seitlichen TruEdge-Kantentrimmer mit und ist für Flächen bis 1.600 m² ausgelegt. Der A3000 LiDAR verzichtet auf den Trimmer, deckt dafür aber bis 3.000 m² ab und hat mit 5.000 mAh den größeren Akku mit 45-Minuten-Schnellladung.
Wie laut ist der TruEdge-Trimmer des A1600 LiDAR Pro?
Im normalen Mähbetrieb liegt der A1600 LiDAR Pro bei rund 62 dB(A). Läuft der TruEdge-Trimmer, steigt die Lautstärke laut Ecovacs auf etwa 82 dB(A) — vergleichbar mit einem klassischen Fadentrimmer. Trimmer-Einsätze solltest du deshalb außerhalb der Ruhezeiten einplanen.
Welcher Ecovacs GOAT eignet sich für Gärten über 1.600 m²?
Der GOAT A3000 LiDAR ist für Flächen bis 3.000 m² ausgelegt und schafft rund 400 m² pro Stunde. Wer bei dieser Flächenklasse zusätzlich den Kantentrimmer möchte, muss zum teureren A3000 LiDAR Pro mit 7.500-mAh-Akku greifen.
Schaffen beide Modelle Steigungen im Garten?
Ja, beide sind mit bis zu 50 % Steigfähigkeit (27°) angegeben — das reicht für die meisten Hanglagen in normalen Gärten. Für extreme Hänge ab 60–70 % sind eher Allrad-Modelle wie Mammotion LUBA oder Dreame A3 AWD Pro gedacht.
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